| Sparnummer fürs Handy |
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Im Festnetz greifen viele darauf zurück, doch im Mobilfunk ist Call-by-Call noch wenig verbreitet. Dabei lässt sich über die Zwischenschaltung eines weiteren Anbieters auch auf dem Handy eine Menge Geld sparen. Hamburg/Stuttgart - Call-by-Call lohnt sich im Mobilfunk genauso wie im Festnetz - jedenfalls in bestimmten Fällen. Für einzelne Telefonate ins Ausland lässt sich tatsächlich ein günstigerer Tarif finden, als ihn der eigentliche Provider anbietet. Die Vorgehensweisen sind unterschiedlich. Bisweilen entscheidet eine Software, mal muss der Nutzer eigenhändig die Nummer des Anbieters vor der eigentlichen Rufnummer des Gesprächspartners eingeben. Um Call-by-Call auf dem Handy nutzen zu können, muss man nicht vor jedem Telefonat Tariftabellen wälzen. Komfortabler ist es, das von einer Software erledigen zu lassen. Das in Hamburg ansässige Unternehmen Cellity zum Beispiel bietet ein solches Programm an. Es wird von der Website des Anbieters auf das Handy geladen und dort installiert. Danach prüft die Software vor jedem Telefonat, ob die gewählte Nummer am günstigsten über den eigentlichen Provider des Nutzers oder über Cellity geführt wird. [...] Doch auf eine entscheidende Sache weisen die Anbieter meist nur sehr dezent hin: Abgesehen von den Gebühren für das vom Call-by-Call-Anbieter vermittelte Gespräch, muss der Kunde noch die Kosten für den Anruf bei Cellity und Co. zahlen, die ihm sein eigentlicher Provider in Rechnung stellt. "Es ist oft nicht auf den ersten Blick klar, was man eigentlich bezahlen muss", warnt die Tarifexpertin Josefine Milosevic von der Zeitschrift "Connect". Man müsse sich die Preise daher ganz genau ansehen. Discounter sind kaum zu schlagen Bei Cellity kostet ein Anruf ins deutsche Festnetz drei Cent, ein Anruf in den deutschen Mobilfunknetzen schlägt mit 15 Cent pro Minute zu Buche. Ob sich Tarife in dieser Höhe lohnen, hängt laut Bettina Seute vom Telekommunikationsportal "Teltarif.de" davon ab, wie viel der Nutzer sonst zahlen muss. "Wer bei einem Mobilfunkdiscounter ist, der kann kaum noch sparen", sagt Seute. Hier ein Beispiel: Kunden von Simyo zahlen für Gespräche innerhalb Deutschlands in alle Netze 15 Cent. Theoretisch würde sich der Minutenpreis für ein Telefonat in diesem Fall also verdoppeln - wenn nicht die Cellity-Software die Weichen für das Gespräch zugunsten Simyos stellen würde. Wer also bei einem Billiganbieter wie Simyo, Aldi Talk, Klarmobil.de oder Blau.de ist und hauptsächlich innerhalb Deutschlands telefoniert, kann sich das Herunterladen der Software sparen. Das ist laut Tarifexpertin Milosevic ohnehin relativ aufwendig. Software punktet bei Auslandstarifen Zu schlagen sind die Discounter und viele andere Mobilfunkgebote jedoch bei ihren Auslandstarifen. Um beim Beispiel Cellity und Simyo zu bleiben: Der Call-by-Call-Anbieter nimmt für einen Anruf in die USA neun Cent pro Minute. Selbst wenn man noch einen teuren Tarif für den Anruf bei Cellity addiert, dürfte die Offerte insgesamt deutlich günstiger sein als der Auslandstarif von Simyo. Der beträgt 1,84 Euro pro Minute. Expertin Seute kennt ein weiteres Szenario, bei dem Call-by-Call lohnenswert sein kann: Der Verbraucher ist Kunde bei T-Mobile und nutzt dort den Tarif "Max". Diese Monatspauschale umfasst zwar alle Gespräche im T-Mobile-Netz sowie ins deutsche Festnetz. Telefonate in andere Mobilfunknetze schlagen aber mit 29 Cent pro Minute zu Buche. Bei Cellity könnte er also einiges sparen. [...]Autor: Sven Appel, dpa Quelle:
manager-magazin.de, 12. Oktober 2007, 10:39 Uhr |







